Das Pi (Eigenschreibeweise \pi \ -zza) ist erst einige Wochen alt und in der Saalestraße direkt am S-Bahnhof Sonnenallee beheimatet. Bereits von Außen macht das Pi einen gute Eindruck und hebt sich doch von den eher mittelmäßigen Imbissläden auf der Sonnenallee ab. Neben richtiger italienischer Pizza gibt es im Pi eine Auswahl an Burger, Pommes (Kartoffel / Süßkartoffel) sowie diverse Pasta-Gerichten. Die Preise sind für Neukölln nicht gerade günstig (Pizza Bufalo 7,90 Euro), für die Qualität jedoch gerechtfertigt. Das Publikum ist entsprechend und richtige Neuköllner findet man hier nicht. Gemeine Zungen könnten sagen, dass das Pi der Inbegriff der Gentrifizierung ist. Aus den umliegenden Offices kommen die englischsprachigen Mitarbeiter irgendwelcher Online Start-ups bzw. Companies. Ob das gut oder schlecht ist, da bin ich mir manchmal leider selber nicht so sicher. Was ich aber weiß: der Pizza schmeckt wirklich verdamm gut. Während meiner Neapelreise vor einigen Jahren durfte ich die beste Pizza meines Lebens essen und die Pizza im Pi kommt da sehr nahe.

Der Boden ist super dünn, der Teig knusprig und die Zutaten hervorragend. Ich möchte nicht sagen, dass die Pizza besser oder schlechter als im Masaniello ist, da die Herangehensweise doch etwas unterschiedlich ist. Einziger Nachteil im Pi ist leider, dass es kein richtiges Restaurant ist. Man muss beim Koch direkt bestellen und das Essen wird dann aufgerufen. Für einen geselligen Abend mit einer Flasche Wein ist das Pi daher nicht zu gebrauchen. Für eine sehr gute Pizza zwischendurch ist es jedoch eine perfekte Anlaufstelle.

Einziges Manko meines Besuches waren die extrem langen Wartezeiten. Wer direkt zur Mittagspause kommt, muss hier mit 30-40 Minuten rechnen. Ich hoffe, dass die Arbeitsabläufe hier noch optimiert werden können, da ich sonst seltener der Gast sein kann als ich möchte.